[24.06.2008 - Online 1/3]
Aktuelles rund um das Thema Presse- und Meinungsfreiheit in Weißenfels

Liebe Leserinnen und Leser,
ich werde immer noch von besorgten Bürgern ohne Internetzugang entsetzt gefragt, ob es stimme, dass nun unsere Bürgerinitiative auseinander gehe. „Wieso distanziert sich denn Herr Risch nun von Ihnen? Sie haben doch über so viele Jahre als Bürger für Weißenfels zusammen gearbeitet und die richtigen Themen vertreten. Deshalb haben wir Euch doch gewählt…“

Die MZ stiftet Verwirrung, einige fallen immer noch darauf herein und die Leute sind dann froh, wenn ich entgegne, dass kein Grund zur Sorge besteht. „Na Gott sei Dank, ich dachte schon…“

Das von dieser Zeitung permanent am Kochen gehaltene Schmierentheater in Weißenfels scheint kein Ende zu nehmen. Es läuft ab, wie es leider voraussehbar war. Dreh- und Angelpunkt ist immer wieder der Wahlkampf und nun kommen sie- wie einige andere auch- über einige Umwege immer wieder auf einen Punkt: Arps und die Weißenfelser Seiten. Aus ihrer Sicht ja irgendwie verständlich, denn der Wahlkampf war in wesentlichen Teilen auch eine Auseinandersetzung zwischen der Lokalredaktion der MZ unter einem Herrn Richter und meiner Ein-Mann-Zeitung. Pro oder Kontra Rauner. Das war die zentrale Frage und Richter hat beim Wähler verloren. Gegen einen Hobby-Journalisten. So muss man es zugespitzt einfach sehen, um einigermaßen zu verstehen, was sich da so abspielt. Daran ändert auch der beigesprungene Herr Zentner nichts- im Gegenteil.

Der Höhepunkt der letzten Woche waren wieder mal die Äußerungen des Herrn Künzer. Man kann doch schon gar nicht mehr glauben, dass der so etwas wirklich von sich gibt: Risch habe wegen mir und meinen Äußerungen in den Weißenfelser Seiten keine Chance, diese Stadt vernünftig zu regieren und solle sich dafür bei ihm entschuldigen. Das muss man sich einfach mal in Ruhe durch den Kopf gehen lassen.

Herr Künzer: Was stört Sie denn an mir und meinen Äußerungen? Warum beschweren Sie sich nicht logischerweise bei mir? Möglichst öffentlich! Wenn Sie sich verleumdet und beleidigt fühlen, warum klagen Sie dann nicht? Oder meinen Sie nicht auch nur den „Stil“, um den alle Verlierer des Wahlkampfes dauernd herumreden, weil sie die Sachthemen fürchten? Alles nur Ablenkung, wie bei den anderen zuvor? Aber von meinem Stil hat sich Herr Risch doch schon im Wahlkampf distanziert! Was denn nun? Was heißt denn „vernünftig regieren“ nach Ihren Vorstellungen? Dass alles nach Ihrer Pfeife tanzt? Was bilden Sie sich eigentlich ein?

Gibt es Ihnen nicht zu denken, dass inzwischen auch Kommunalpolitiker außerhalb von Weißenfels meinen: „Sie bestrafen nicht den neuen OB, sondern die Weißenfelser.“? Und hier wieder die Frage: Warum denn eigentlich und wofür? Worin besteht den eigentlich der herbei geredete und geschriebene Konflikt zwischen Risch und einigen Wirtschaftsunternehmen, wie es in der MZ zu lesen ist? Welche Unternehmen sind es denn? Warum schalten die dann nicht wieder eine gemeinsame Anzeige? So wie es im Wahlkampf pro Rauner war? Oder ist da nicht schon lange das große „Re!“ gekommen? (Wendekommando auf Segelschiffen)

Was da im „MZ-Interview mit Robby Risch…“ vom 21.Juni zu lesen ist, ist aufgewärmte Suppe. Die gestellten Fragen wurden im Prinzip alle schon im Wahlkampf beantwortet. Man muss immer mehr den Eindruck gewinnen, dass den Schreiberlingen, und nicht nur denen, Risch’s konkrete Wahlkampfaussagen gar nicht bekannt sind. Noch mal zur Erinnerung: Robby Risch selbst hat eine ganze Menge von Flyern drucken und zig-tausendfach verteilen lassen. Ich persönlich habe ihn mit meiner Zeitung und meinen Beiträgen unterstützt. Und nun soll er sich für meine Äußerungen entschuldigen? Herrschaften: Sind Sie verrückt?

Nebenbei:

In einer Dokumentation mit dem Arbeitstitel „7 verlorene Jahre“ versuche ich gegenwärtig nach dem Beispiel des von mir schon oft zitierten ehemaligen MZ-Redakteurs und heutigem freien Autor Gunnar Hinck, darzustellen, was es mit einem seiner Themen „Öffentliche Räume erobern“ am Beispiel Weißenfels so auf sich hat. Da wird einiges aus diesem Szenario dabei sein.

Deshalb hier noch einige grundsätzliche Aussagen zur in Weißenfels praktizierten Presse- und Meinungsfreiheit und den Kampf um Verfassungsrechte in dieser Stadt.

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