[30.05.2009]
Aktuelles

Liebe Leserinnen und Leser,
nach einer intensiven Gemeinschaftsarbeit ist soeben die Druckvorlage einer achtseitigen Wahl-Sonderausgabe der Weißenfelser Seiten bestätigt worden. Hauptthema: Korruption und Filz und die Frage „Gab und gibt es Filz im Rathaus und Stadtrat?“ Sie wird rechtzeitig vor der Wahl in ihren Briefkästen erscheinen. Näheres dazu demnächst an diese Stelle und bei
www.buerger-fuer-weissenfels.de

Zunächst ist folgendes aufzuarbeiten:

Die CDU veröffentlicht im Internet Vorwürfe gegen mich. Es handelt sich um ein Zitat aus WS. Völlig aus dem Zusammenhang gerissen, soll es mich offenbar in eine extremistische Ecke rücken. Das haben mangels Sachargumente schon einige versucht. Sie behaupten, dass dieser Text in den Weißenfelser Seite inzwischen nicht mehr zu finden sei. Damit beginnt die Lügerei.

Sie finden diese Passage in einem umfassenden Bericht auf der letzten Seite unter: Archiv/15.05.06: Weißenfelser Dilemma

Sie taucht auch in einem so genannten offenen Brief von Herrn Kabisch auf, den er mir am 17.02.09 per E-Mail übermittelt hatte. Diesen finden Sie unter „Soziales Forum Weißenfels“ über Google.

Dieser Brief wiederum ist eine billige Reaktion auf folgenden Beitrag hier in WS unter: Themen 2008/09/ 11.02.09: Drogen- Drehscheibe Weißenfels. Die Mitschuld der Kommunalpolitik.

Im Schreiben vom 04.04.09 hatte ich trotz einiger Zeitnot meinerseits geantwortet:

Sehr geehrter Herr Kabisch,

ich habe Ihren offenen Brief als Reaktion auf den Beitrag „Drogen-Drehscheibe Weißenfels“ erhalten. Die Resonanz auf meinen Beitrag war und ist erfreulicherweise sehr groß. Angesichts der traurigen Realitäten dominiert eindeutig der Tenor: Danke. Gut, dass es wieder mal jemand auf den Punkt gebracht hat.
Die von Ihnen dargestellten Inhalte empfinde ich als unehrlich und inkonsequent.
"Eher zufällig" haben sie den Beitrag gelesen, wahrscheinlich genauso "zufällig" wie den aus 2006, aus dem Sie aus einer ganzen Reihe von Aspekten eben genau diesen einen herausschälen, der ihnen offenbar geeignet scheint, um mich so weit wie nur möglich in einer bestimmten Ecke anzusiedeln. Ich glaube nicht, dass Sie aus eigenem Erleben die Verhältnisse in der Innenstadt besonders dieser Jahre kennen. Sie würden dann wissen, dass viele Vermieter aus dieser Zeit ihre Lehren gezogen und reagiert hatten. Es wurden Mietverhältnisse beendet, die wegen Vandalismus in Wohnung und Umfeld materiell und ideell ausschließlich Verluste einbrachten und sich danach selbst im Leerstand günstiger rechneten. Damit bin ich bei Themen Stadtentwicklung, Finanzen, Haushalte, Konsolidierungsprogramme, Wünsche, Träume und harten Realitäten, denen man sich stellen muss. Aus Zeitgründen kann ich mich momentan nicht ausführlicher schriftlich dazu äußern. Da diese Themen sicherlich auch im Wahlkampf eine Rolle spielen, werden sich Gelegenheiten zur Auseinandersetzung ergeben. Auch über offene Briefe und Antworten.
Wer ist warum Gutmensch oder asozial? Was bedeutet Sozialdisziplinierung? u.v.a.m.
Ich werde das noch ausführlich behandeln. Für heute schließe ich mit einem Zitat aus einem Leitartikel der WELT. Es geht um Äußerungen namhafte Politiker aus der SPD, die ihre Augen vor den Realitäten nicht verschließen. Trotz oder gerade, weil so vieles über Jahrzehnte fehlgeschlagen ist und Wege der Besserung mit dringend erforderlichen praktischen Wirkungen nicht in Sicht sind.

„Fast stoisch stemmt er sich gegen den Verfall seines Stadtteils: gegen Drogen, Arbeitslosigkeit, Verwahrlosung und gegen die Träume einer multikulturellen Idylle.
Zuletzt wurde er von seinen Genossen ausgeladen, als er von den Erfahrungen anderer Städte erzählen wollte. Ausgeladen wurden so auch die erwarteten unangenehmen Einsichten. Schließlich trug er den Kollegen der FDP vor, was er erfahren hatte: Er berichtete über wirksame, durchaus repressive Maßnahmen gegen Störerfamilien, Zwangsumzüge und Streichung von Sozialtransfers…“

Noch ist es in Weißenfels nicht so weit, dass Verantwortliche mit besten Absichten, aber bösen Erfahrungen, am Ende über Zwangsumzüge diskutieren müssen. Was allerdings entstehen kann, sehen wir eben an der Drogenszene, zu deren derzeitigen Entwicklungsstand die ins Spiel gebrachte günstige infrastrukturelle Anbindung von Weißenfels sicher nicht die ausschlaggebende Rolle gespielt hat. Das sind nach meiner Überzeugung billige Ausreden.

Meine „damalige Unterstützung“ resultierte übrigens eindeutig aus einer entsprechenden Anmaßung der KEWOG hinsichtlich des Themas „soziale Stadt“. Eine später daraus resultierende Fragebogenaktion durch das Bauamt und die Fa.Wenzel/Drehmann hat das Dilemma nach meiner Auffassung bestätigt.
Es ist noch viel zu tun. Mehr dazu später.

Mit freundlichen Grüßen
H. Arps

Das DIE WELT- Zitat stammt aus dem Leitartikel vom 02.08.08 mit dem Titel:
Wenn die Realität zum Störfall wird.
Clement, Sarrazin, Buschkowsky - Die Politik frisst Ihre Besten.

Liebe Leserinnen und Leser, eine Antwort auf diesen Brief hat mich bis heute nicht erreicht und eine Veröffentlichung im Internet kann ich auch nirgendwo finden.

Etwas kompliziert diese Geschichte – aber Sie werden verstehen, dass ich derartige Diffamierungsversuche aufklären muss. Zumal solche Strategen damit beweisen, dass sie nicht in der Lage sind, die genannten Probleme in der erforderlichen Klarheit zu erkennen. Vielleicht wollen sie es auch gar nicht und tragen aus zweckdienlichen Gründen in eigener Sache weltanschauliche Scheuklappen. Besonders Herr Kabisch, der offenbar Probleme mit der glaubwürdigen Darstellung seiner fachlichen Kompetenz hat. Relativ versteckt nennt er sich im Internet unter www.sfw-info.de "Dipl. Sozialpädagoge (FH)". In der offiziellen Mitteilung der Wahlvorschläge für den Stadtrat auf der Grundlage von eidesstattlichen Erklärungen taucht als Titel "Diplomsozialpädagoge" auf. Das gilt es aufzuklären, denn wer einen falschen Titel führt, macht sich strafbar. Der Fall wurde bereits gemeldet.

Nun noch eine für heute abschließende Bemerkung, gerichtet an die CDU:

„Eigentor“ formuliert der Schreiberling innerhalb der o.g. Internetdarstellung zum Thema Straßenausbaubeiträge... "denn der Verwaltungschef im Rathaus heißt Robby Risch.“ Mit unserer Sonderausgabe werden wir Ihnen auch hier eine Lektion erteilen, denn Probleme mit der „schon lange gültigen Satzung“ existieren eben auch schon lange. Wir schreiben auch nichts "über ein schlechtes Verhalten der Stadtverwaltung", wie sie meinen. Wir meinen die Amtsführung unter dem ehemaligen OB Rauner als den Verantwortlichen bei der Umsetzung von Hinweisen und Feststellungen in Prüfberichten. Ein kleines Zitat aus einem Prüfbericht aus 06 als Vorgriff kann nicht schaden: „ Wir stellen fest, dass die Stadt Straßenausbaubeiträge… nicht prüffähig ermittelt hat … Wir erwarten, dass die Stadt Straßenausbaubeiträge zeitnah und Vorhaben/Maßnahmen bezogen erhebt.“
Bürgerbeschwerden gibt es bis heute. Wir stehen zu unseren Aussagen und wollen OB Risch bei der Lösung der unter Rauner entstandenen Probleme zur Seite stehen - Sie tun das Gegenteil.

Nach Pfingsten geht es weiter. Bis dahin schöne Feiertage

Ihr Hartwig Arps.


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