[01.04.2010]
Kein Aprilscherz- Nachtrag zum Parteiausschluss Pricha

Inzwischen liegen mir die Kopien der Originaldokumente vor. Bezeichnend ist hier die Differenz von fast 5 Wochen zwischen den beiden Schreiben. Man muss den Eindruck gewinnen, als wäre das Ganze den Parteistrategen äußerst peinlich. Kein Wunder: Konnte man doch zuvor über Monate aus CDU- Kreisen überwiegend positive Einschätzungen und Solidaritätsbekundungen vernehmen. Logisch, sonst könnte Adelheid Pricha ja nicht sein, was sie auch nach dem Wahldebakel Rauners zur offensichtlichen Zufriedenheit aller Beteiligten war und immer noch ist: Stellvertretende Vorsitzende der CDU- Fraktion im Kreistag.
Soll die Peinlichkeit des Rausschmisses nun totgeschwiegen werden? Man darf gespannt sein wie das weitergeht. In den einschlägigen Webseiten ist bis dato jedenfalls nichts zu finden. Es bleibt zunächst das Zwischenresümee: Während beispielsweise die Affäre Madl in der CDU Sachsen-Anhalts weiterkocht, während hier geschwiegen und vertuscht wird, weil offenbar Verwicklungen bis in die Parteispitzen vorhanden sind, hatte keiner in der Burgenlandkreis- CDU den Mut, offen für Adelheid Pricha einzutreten. Fast alle beklagen das – der Verursacher aber sicher nicht. So kann sich eine Partei regional zugrunde richten. Und das zum 80. Geburtstag des „Kampfelefanten“ Helmut Kohl. Der hätte hier ganz andere Leute rausgeschmissen.

[Hier die Kopien]


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