[12.08.2010]
Es tut sich etwas

in Bereichen, die ich im Fokus meiner Kamera hatte. Offenbar bringt die abgestürzte Konsole nun endlich Schwung in die Sache. In der Saalstraße wird gerackert. Gefährliche Bauteile wie Konsolen, Schornsteine, Latten, Ziegel, Scheiben und Platten wurden entfernt oder befestigt, mit Dreck überladene Dachrinnen gereinigt.Das Haus Nr.21 wird abgerissen. Ich erinnere mich an ein Gespräch mit einem Investitionswilligen, der mit dem Ausspruch „Ich gebe es auf!“ vor Jahren verschwand, weil eine von ihm gewollte Veränderung im Schaufensterbereich dieses Hauses abgelehnt wurde. Die Denkmalschützer haben nun erreicht, dass dieses Stück Stadtgeschichte im exakt behüteten Originalzustand abgerissen wird. „Zweite Hälfte 18. Jahrhundert“ steht unter anderem im Denkmalverzeichnis Sachsen-Anhalt. Traurige Leistung – wie schon so oft!

Am Schwedenkreisel hat man einen langen Sicherheitszaun aufgestellt. Die Jüdenstraße 1 ist zugerüstet und eingehüllt. Insgesamt jedoch kann ich leider nicht erkennen, dass hier nach einem geschlossenen Konzept gehandelt wird. Es kann doch nicht ernsthaft geplant sein, was wenige Tage vor einem Landesfest hier in hektisch anmutenden Aktionen abläuft. Aber immerhin: Es wird reagiert! Das ist gut für die Sicherheit! Aber die Zeit wird knapp und es sind noch viele brüchige Steine, Dachrinnen, Fenster, Scheiben, Altantennen, marode Platten und Verkleidungen abzuräumen oder zu sichern! Inzwischen gehen bei mir Hinweise über weitere Missstände ein.

Meine Damen und Herren im Rathaus: Schönheitspreise lassen sich in der aktuellen Situation nicht mehr gewinnen. Die Sanierung unserer Innenstadt und die eklatanten Versäumnisse in diesem Bereich müssen zum schonungslos öffentlichen Dauerthema nach dem SAT-Spektakel werden und es müssen Konsequenzen folgen. Doch vorerst ist in Sachen Sicherheit noch viel zu tun! Nun zählen die Stunden!

Hartwig Arps

[Einige Aufnahmen aus der Saalstraße zum Vergleich]


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