[03.05.2011]

Liebe Leserinnen und Leser,

am 1. Mai hat es zum Thema politischer Extremismus wieder diverse Betroffenheitsrituale gegeben. Ein hoch interessanter Beitrag macht deutlich, warum verantwortliche Politiker eine öffentliche Debatte scheuen. Es geht um Planstellen, Karrieren und besonders um eine Riesenblamage zum Bildungsstand in Sachen Geschichte. Da überlässt man das Feld dann doch lieber den Gesinnungsethikern und reiht sich dort ein. Auf welcher Seite auch immer.

WELT ONLINE vom 30.04.2011:
Wer war das noch mal?

„Wie schafft man es, durch die Schule zu kommen, ohne sich mit dem Nationalsozialismus zu beschäftigen? Es ist nicht ganz leicht, aber auch nicht so schwer. Ist man etwa Gymnasiast in Mainz, so hat man in den Klassen fünf und sechs überhaupt keinen Geschichtsunterricht; in sieben und acht geht es dann von der Vorgeschichte bis zur frühen Neuzeit, in Klasse neun vom Absolutismus bis zum ersten Weltkrieg. Zieht man dann nach Köln um, wiederholt man in Klasse zehn Antike, Mittelalter und frühe Neuzeit und kann sich anschließend nach einer Lehrstelle umsehen, ohne jemals im Geschichtsunterricht den Namen Adolf Hitler gehört zu haben.“

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