28.01.2013
Neues aus Rathaus, Verwaltung und Umfeld

  • Schranken für Klosterverein!
  • Keine Baugenehmigung für Deckung Rathausdach 1995?
  • Hat Steudtner gemauschelt?
  • MZ: Nach schnellen Hetzbriefen- nun großes Schweigen?

Kloster
Zitat aus dem Rathaus: "Frau Schmuck hat mit ihren MZ-Beiträgen Erwartungen geweckt, die nicht erfüllt werden können."
Der Vorstand des Klostervereins wurde vorgeladen und belehrt.
Zwei Veranstaltungen im Jahr auf dem Klosterhof dürfen gemacht werden.
Für jegliche Aktionen im Klosterinneren sind Bauanträge einzureichen.
Mein Kommentar: Damit wären Rechtszustände wiederhergestellt, wie sie für alle zu gelten haben. Wie und warum es zu Verstößen kommen konnte, bleibt noch zu klären und öffentlich zu machen.

Rathausdach
Im Rathaus wird intensiv nach einer Baugenehmigung für die Neueindeckung des Rathausdaches 1995 gesucht. Ergebnis: Es konnte bis dato keine gefunden werden.
Mein Kommentar: Entweder es gab eine und die hat jemand verschwinden lassen - oder es hat nie eine gegeben. Rechtswidriges Handeln, so oder so und mit erheblichen Konsequenzen. Ursachen, Wirkungen und Verantwortliche sind zu ermitteln und öffentlich zur Verantwortung zu ziehen.

WVW- Geschäftsführung
Mich haben Informationen erreicht, nach denen es nicht unbedeutende Finanz- und Sachwert- Manipulationen in Verantwortung der Geschäftsführung unter Bernd F. Steudtner gegeben haben soll. Wundern würde es mich nicht. Seit Jahren beschreibe und dokumentiere ich in dieser Zeitung diverse städtebauliche Fehlentwicklungen an denen auch die WVW unter Steudtner beteiligt war und ist. Und weil es so ist, dass unangenehme Wahrheiten in dieser Stadt von Verantwortlichen aus verschiednen Gründen unter der Decke gehalten werden, komme ich meiner Verantwortung als Bürger nach und mache Informationen öffentlich, die glaubwürdig sind und auf mögliche neue Skandale hinweisen.
Wer beispielsweise an der praktischen Vernichtung bedeutender Teile des historisch gewachsenen Straßenzuges der unteren Schützenstraße maßgeblich beteiligt war, wer in der Innenstadt ohne Genehmigungen und damit rechtswidrig abgerissen und auch ansonsten Stadtsanierung nach Gutsherrenart betrieben hat- dem sind auch andere Schandtaten zuzutrauen. Ich habe mich dazu bei seiner Nachfolgerin, Frau Schechowiak, am 24.01.2013 telefonisch erkundigt: "Es läuft gegenwärtig eine Sonderprüfung zur Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung." Mehr konnte und wollte sie momentan zu diesem Thema verständlicherweise nicht äußern.

Die WVW ist zu 100% Eigentum der Stadt und verwaltet das, was man früher Volkseigentum nannte und was es heute immer noch ist: Städtisches Eigentum an Immobilien und damit in großen Teilen auch Grundlage für eine denkmalschutzgerechte Bewahrung der Gesamtheit des Flächendenkmals und Sanierungsgebietes Innenstadt. Die hat es in der erforderlichen Geschlossenheit nie gegeben. Die WVW hatte es von Beginn an versäumt, hier die gebotene führende Rolle als Koordinator aller Investitionsbemühungen zu übernehmen. Statt dessen immer wieder Abrisse. Heute verunstalten Baulücken und riesige Planen mit Imitationen vor verfallenden Häuserfassaden die Innenstadt- wie zu Ulbrichts und Honeckers Zeiten.
Reale Wert- und Imageverluste waren und sind die Folgen bis heute. So hat sich beispielsweise der Bodenrichtwert in der Jüdenstraße inzwischen auf 150 Euro pro m2 zurückentwickelt. Der betrug 1996 noch 600 DM pro m2. Ein umfangreiches Extrathema im Komplex städtebaulicher Fehlentwicklungen mit enormen Mittelverschwendungen unter Mitwirkung der WVW.
Nach meinen Informationen läuft die Sonderprüfung bereits seit einigen Wochen.
Ich meine: Wieder mal eine Nagelprobe für einen Aufsichtsrat, der über unsere Bürgerinteressen zu wachen hat und dafür gut bezahlt wird. Wir sind alle gut beraten, grundsätzlich regelmäßige und öffentliche Rechenschaftsberichte einzufordern. Ich bleibe an all diesen Themen dran und werde Sie auf dem Laufenden halten.
Herzlichen Dank an alle die, die mich immer wieder vertrauensvoll informieren, weil sie das haben, was inzwischen zu viele in Politik und Verwaltung verloren haben oder nie hatten: Verantwortungsbewusstsein und ein Gewissen.
Abschließend bis heute nicht gedruckte MZ- Leserbriefe zur Kampagne gegen das Aktionsbündnis zur Erhaltung der Weißenfelser Altstadt.

Hartwig Arps


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