Demo- News 17.02.2014
Korridore des Zorns
Der Strom muss aus dem Norden in den Süden. Um die Windenergie zu verteilen, müssen riesige Stromtrassen gebaut werden. Doch niemand will die neuen Hochspannungsmasten vor seiner Haustür. Diverse wissenschaftliche Studien stellen fest: Das Risiko zu erkranken ist für Menschen, die in der Nähe von Hochspannungsleitungen leben oder Arbeiten, größer als bei anderen. Elektrosmog und erhöhte Schadstoffbelastungen drohen. Der Widerstand formiert sich.

Auch unsere Region ist durch die Gleichstromtrasse Bad- Lauchstädt bis Meitingen (Bayern) betroffen. In Bayern und Thüringen ist die Bevölkerung so gut informiert, dass schon diverse Bürgerinitiativen gegen den geplanten Trassenverlauf vorgehen. Im verschlafenen Sachsen- Anhalt ist es noch ruhig und wieder mal ist es die hiesige Bürgerinitiative, die sich um die Interessen der Bürger kümmert, auf drohende Gefahren hinweist und rechtzeitig Fragen stellt. Die Vorzugstrasse führt östlich um Weißenfels und tangiert Burgwerben, Borau und Langendorf. Nach Karte trifft sie gleich hinter Kleben auf die A9 und verläuft ab da parallel mit der Autobahn. Auffällig ist der Umweg, um Naumburg zu verschonen. Während das große Geschacher um Grundsatzpositionen zwischen Berlin und München schon im Gange ist, kann man davon ausgehen, dass das Hauen und Stechen der Regional- und Lokalfürsten der Politik um den Trassenverlauf nicht ausbleiben wird. Mit den schlechten Erfahrungen beispielweise in Sachen Kreisstadtstatus, Sparkassensitz oder InterCity sind wir Weißenfelser gut beraten, rechtzeitig Fragen zu stellen. Es liegen Karten über den konkreten Trassenverlauf vor und die Fragen liegen auf der Hand: Welchen Status haben diese Karten? Wie ist dieser konkrete Trassenverlauf begründet? Welcher Informationsstand besteht im Rathaus? Welche Positionen bezieht die Verwaltung? Wann und wie wird die Bevölkerung informiert?


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